Samstag, 18. Juni 2011

Endlich Regen

Ja, und damit er nicht umsonst strömt, habe ich schnell ein paar Tonnen aufgestellt und die Regendiebe aufgemacht. Wenn man den Deckel aufmacht, riecht es noch ganz wunderbar nach Weinkeller aus Bordeaux. Nach einer Nacht waren sie schon voll bis zum Rand.

Dienstag, 7. Juni 2011

Schöner wohnen

Lange nichts passiert? Das täuscht! Auch wenn für Außenstehende nicht viel erkennbar ist. Die Planung des Innenausbaus und der Gartengestaltung ist vorangeschritten. Im Innenraum sind vor allem die Wände und Decken mit Fermacell- und Gipskartonplatten verkleidet und alles mit Q2-Verspachtelung versehen. Sieht auch soweit ganz gut aus. Ein paar Nachbesserungen sind von Meisterstückhaus zu unserer Zufriedenheit erledigt worden. Der Estrich ist fast fertig getrocknet und es ist die Zeit der Fliesenleger gekommen. Wir sind sehr gespannt auf die Badezimmer. 
Parallel versuche ich, zu grundieren und zu streichen, aber die Zeit ist noch etwas knapp und weit bin ich nicht gekommen. Mal sehen, wie Pfingsten wird. Seit 2 Wochen versuche ich schon, den Rasen auszusäen, aber  hier macht das trockene Wetter einen Strich durch die Rechnung. Auf Nachbars Seite habe ich fast den Eindruck, dass der erste Rasenversuch "verbrannt" ist, momentan neige ich doch zu Rollrasen. Bislang sind wir jedenfalls alle im Plan und es läuft rund. Wir freuen uns auf den Sommer, der den Einzug mit sich bringt. Um uns herum sprießen zahlreiche Rohbauten wie Sommerpilze aus dem Boden und überall wird fleißig gewerkelt. Auch unsere unmittelbaren Nachbarn hatten jetzt Richtfest. Nicht zu vergleichen mit der Sandgrube aus dem ersten Post.

Mittlerweise ist dieses Bild auch schon veraltet und voller blauer Kornblumen...

Montag, 16. Mai 2011

Basteltage

Seit letzten Freitag ist man wieder aktiv im Meisterhaus. Nachdem endlich der Zähler unseres Energieversorgers eingebaut wurde haben wir nun tatsächlich Elektrizität im Haus. Schuld war der Subunternehmer des Subunternehmers der EON-AVACON, der den Auftrag verlegt hatte; muss ich dazu noch was sagen?
Damit der Estrich schön trocknen kann wurde heute morgen die Wärmepumpe angelaufen, parallel traten die Trockenbauer auf den Plan und ich hatte einen ausführlichen Lokaltermin mit unserem Bauleiter, der mir geduldig meine gefühlten 1001 Fragen beantwortete, so dass ich wieder mal ein bisschen schlauer wurde. 
Bevor die Decke vollends mit Gipskarton belegt wird, mussten noch Leinwand und Beamer in die Rohdecke gehängt werden. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, das mich seit gestern umtrieb, aber heute abend hat das Licht gerade noch ausgereicht, um die letzte Mutter anzusetzen, jetzt hängen die Dinger. Beim nächsten Mal weiß ich dann auch, wie das ganze funktinioniert und bin dreimal so schnell. Morgen werden noch die Anschlüsse gesetzt und dann kann die Decke zugemacht werden. Außerdem müssen wir ganz schnell noch ein paar Trafos für die downlights besorgen, die wir unvorsichtigerweise "bauseits" besorgen wollten. So etwas hat man dann doch ganz schnell vergessen bzw. nicht terminlich untergebracht. 
Tja, Bilder gibt es heute leider keine.

Dienstag, 3. Mai 2011

Schotterpisten

Ganz plötzlich sind auch die Außenbereiche zu ihren Ehren gekommen. Rund ums Haus wurde heute aufgeschottert, wo Zufahrt, Carport und Terrasse geplant sind. Rundherum sammelt sich bereits die zuvor aufgestapelte Ackerkrume, die jetzt eigentlich bereit für die ersten Setzlinge ist. Na, vielleicht pflanzen wir tatsächlich bald mal was hinein.

Innen ist der Estrich schon fest geworden, das gibt ein ganz neues Raumgefühl; jetzt kommt man auch endlich an die Fenstergriffe dran.

Sonntag, 1. Mai 2011

Estrich drüber

Den letzten Estrichverlegern wurde die Zusammenarbeit aufgekündigt, daher der zeitliche Verzug, denn die neue Firma hat sehr kurzfristig den Auftrag erhalten. Um einigermaßen im Plan zu bleiben ist die Truppe am Samstag angerückt und hat fertig gemacht. Die Randdämmung war ihnen viel zu lausig vorbereitet, so dass sie ordentlich nachkleben mussten.
Außerdem bemerkten sie, dass die Bemessung der Fußbodenhöhe fehlerhaft sei und daher 1,5 cm mehr Estrich aufgelegt werden musste. Ich bin gespannt, welche Erklärung Meisterstück-Haus dafür bietet und was die Fußbodenheizung dazu sagt. Die Inbetriebnahme der Heizung in einigen Tagen wird der nächste Schritt sein. (Nachtrag: die Unebenheit resultiert aus der üblichen Toleranz der Fundamentplatte, ist also völlig normal; ich dachte, die sei schon nivelliert gewesen...)
Die Höhenkontrolle geschieht per Dreibein.

Und immer rein in die gute Stube... der Fließestrich.

Mittwoch, 27. April 2011

Tag 1 vor Estrichguss


In den letzten zwei Wochen hat sich auf der Baustelle allerhand getan. Die letzten Handwerker waren Karfreitag noch bis abend am Schuften, damit der Estrich kommen kann, bis heute war  allerdings noch nichts zu sehen...
Die Fortschritte in der Übersicht:
  1. Elektriker hat Strom- und Netzwerkkabel verlegt.
  2. Außenputz ist aufgetragen worden.
  3. Gerüst ist abgehängt.
  4. Regenwasserversickerung mit Rigole ist verlegt worden.
  5. Installateure haben Verrohrung, für Wasser/Abwasser, Lüftungsanlage und Wärmepumpe verlegt.
  6. Installateure haben Trittschalldämmung verlegt.
  7. Installateure haben die Schläuche der Fußbodenheizung verlegt.
  8. Energieversorger hat Hausanschluss realisiert.
  9. Wasserversorger hat Trinkwasseranschluss gelegt (Wasserzähler fehlt noch).

Heute sollte dann laut Bauzeitenplan der Estrich gegossen werden. Momentan ist das Haus nicht betretbar, da man Gefahr läuft, dass die Lüftungsrohre unter der Styroporüberdeckung einknicken.

Über das Wochenende habe ich schon mal eine erste Mängelliste erstellt, die aber alle schnell abzuarbeiten sein sollten. Einzig Sorge bereitet eine Delle in der Holzstütze im Flur, da bin ich mal gespannt, was draus wird. 

Anbei folgen wieder einige Bilder, um den Eindruck wiederzugeben:

Die grüne Folie der luftdichten Ebene wird unterbrochen, das muss später noch ausgeschäumt werden!

Der Installateur war nicht glücklich: für jedes Kabel muss in Handarbeit die Dämmplatte unterseitig eingekerbt werden.

Zum ersten Mal ist das Wohnzimmer schon richtig voll.

Die Treppe wird fleißig benutzt.

Styroporplatte mit Lüftungskanal und "Aufschüttung".

Innen wird ge- außen wird verputzt.

Die Freifläche ist für den Kaminofen gedacht, alles andere kriegt Fußbodenheizung.

Die Wärmepumpe hinter dem Heizkreisverteiler.

Sonntag, 24. April 2011

luftdicht oder winddicht?

 In der Baubranche unterscheidet man oft die Wind- von der Luftdichtigkeit. Manchmal wird in den Prospekten lediglich von Winddichtheit geschrieben. Das vereinfacht die Sache auch nicht gerade. 
Die Winddichtigkeit verhindert, dass kalte Luft von außen die Dämmung der Gebäudehülle durchspült. Im Dachaufbau übernimmt diese Aufgabe eine diffusionsoffene Folie (Unterspannbahn), durch die aber Feuchtigkeit ausgetauscht werden kann.
Die Luftdichtheit verhindert, dass die Luft durch die gesamte Wohnkonstruktion strömt.  Auch dies wird meist durch eine Folie realisiert; die Flächen, an denen die Dichtheit des Hauses vorgenommen wird, nennt man entsprechend winddichte bzw. luftdichte Ebenen (LE). 
Undichtigkeiten haben im Winter Wärmeverlust zur Folge und können Bauschäden bewirken. Strömt warme Raumluft durch eine Leckage nach außen, kann die enthaltene Feuchtigkeit kondensieren (Taupunkt in der Wand), die Dämmung saugt sich voll Wasser und verliert die günstigen bauphysikalischen Eigenschaften, schimmelt vielleicht sogar.
In der Schnittzeichnung eines Hauses sollte die LE mit einem Stift ohne abzusetzen gezeichnet werden können. Besonders kritisch sind die Anschlüsse von Außenwand-Fenster, Außenwand-Decke und Außenwand-Dach, also wollten wir hier von Meisterstück enstprechende Informationen erhalten.


Beim Holzrahmenbau durchstoßen die Deckenträger in der Regel die luftdichte Ebene. Bei uns liegt der Träger ganz auf der Außenwand(Skizze ganz links), das beruhigt zwar unseren Statiker, ist aber suboptimal hinsichtlich der LE, die irgendwie um die Decke herumgeführt werden muss. Bis vor einem Jahr wurde die Folie tatsächlich um den Deckenstoß gelegt und darüber weitergeführt. Warum die Firma davon abgegangen ist und welches Vorgehen heute favorisiert wird, da warten wir noch auf Antwort. Ich vermute, dass der Deckenstoss luftdicht verklebt wird, soll nicht unüblich sein, die Ausführung muss stimmen. (Inzwischen ist die Info von MSH angekommen: die WE wird über die innere Beplankung der Decke, auch im EG geführt - merkwürdig)
Die LE liegt innenseitig zwischen zwei Fermacellplatte. Jede Steckdose, Rohr- und Kabelführung durchbricht sie, daher müssen diese Stellen peinlich genau abgeklebt werden. Die Steckdosen werden in spezieller abgedichteter Ausführung eingebaut, für die Rohre gibt es entsprechende Dichtmanschetten. Trotzdem kann sich die Leckage irgendwann kritisch aufsummieren, wenn man nicht aufpasst. 
In den Dachtafeln verläuft die LE parallel zu der Unterspannbahn, ebenfalls zwischen Fermacellplatten, biegt dann beim Spitzboden allerdings in die Decke ab; das bedeutet, dass der Boden nicht luftdicht sein wird. Deshalb ist er auch wärmetechnisch etwas vom Wohnraum abgekoppelt. Um die Decke zu schonen, haben wir uns entschlossen, die Beleuchtung in einer Abhängung unterzubringen. 

Die Abklebungen der sichtbaren Leckagen hat im Verlauf der letzten Woche stattgefunden, der Elektriker hat alle seine Leitungen verlegt und die Installateure haben das Lüftungssystem sowie den Bodenaufbau vorbereitet, so dass nächste Woche der Estrich gegossen werden kann. Alles also soweit im Plan.